Der Gardasee

29. Juli 2010

Mit einer Fläche von 370 Quadratmetern ist der Gardasee der größte der oberitalienischen Seen und ganz Italiens. Er ist 50 Kilometer lang, wobei er sich in der Breite von Nord nach Süd stark ausdehnt. Während der Gardasee im nördlichen Teil nur 3 Kilometer breit ist und von mehr als 2000 Meter hohen Bergen umragt ist, zeigt er sich im Süden von einer ganz anderen Seite. Hier hat er eine Breite von 17 Kilometern und gleicht eher einem Meer als einem See. Auch die Umgebung des Sees ändert sich je weiter man nach Süden fährt. Im Gegensatz zu den Gebirgen des Nordens ist die Landschaft rund um den südlichen Teil des Sees sehr flach. Der Süden ist auch dichter besiedelter als der Norden. Die meisten der ca. 160000 Gardasee Anrainer leben hier in kleinen malerischen Orten mit südländischem Flair. Die vielen Strände und Badebuchten des Gardasees sind meist Kiesstrände.
Im Westen und Osten führen wunderschöne Panoramastraßen direkt am See entlang und bieten fantastische Ausblicke auf den See und die üppige Natur des Sees. Im Westen heißt die Panoramastrecke Gardesana Occidentale, im Osten Gardesana Orientale.
Das Klima des Sees ist, begünstigt durch seine geschützte Lage, sehr mild. So sinken die Temperaturen im Winter selten unter 0° Celsius, die Sommer werden nicht allzu heiß. Dies resultiert in einer üppigen Vegetation. Sogar Citrusbäume gedeihen hier. Es gibt daher keine ausgesprochene Zeit im Jahr, in welcher man den Gardasee nicht besuchen kann. Zu empfehlen ist der See im Frühjahr während der Blüte, im Sommer für den Badeurlaub und im Herbst für den Wellness-Aufenthalt am Gardasee. Die gängigsten Unterbringungsarten sind strandnahe Ferienhäuser am Gardasee, Ferienwohnungen mit Seeblick, aber auch Campingplätze und exklusive Hotels.

Eine italienische Schule engagiert sich in Bolivien

2. Juni 2010

Die ehemalige Schule des Fernsehmoderators Markus Lanz hilft einer Schule in Bolivien. Es handelt sich dabei um das Vinzentinum, ein humanistisches Gymnasium mit angegliederter Mittelschule in Brixen in Südtirol. Es wurde im Jahre 1872 von dem Fürstbischof Vinzenz Gasser als ein kleines Seminar für die Diözese Brixen gegründet und ist nach ihm benannt.

Von den circa 220 Schülern können 120 im Knabenheim der Schule wohnen. Darüber hinaus stehen für 100 Schülerinnen und Schüler Tagesheimplätze bereit.

Die Schulpartnerschaft in Bolivien

Seit mehr als fünfzehn Jahren unterhält das Vinzentinum eine Partnerschaft mit einer Schule im bolivianischen San Antonio de Lomerío. Der damalige Regens Dr. Josef Eder, dem die Solidarität mit den Menschen in der so genannten “Dritten Welt” ein Anliegen war, stellte den Kontakt her und ihm gelang es auch ihn zu halten.

Die Ansprechpartnerin war die im Jahre 2008 verunglückte Luzi Lintner. Zusammen mit ihr war es möglich, unterschiedliche Projekte in Bolivien zu realisieren. Hierbei geht es nie einfach um die Verteilung der Spendengelder, sondern immer um eine Hilfe zur Selbsthilfe. Die Schüler des Vinzentinums haben außerdem nicht allein Spenden gesammelt und weiter geleitet, sondern auch konkret Hilfe geleistet. Es war es auch von Bedeutung, den Schülern bewusst zu machen, dass die Bolivianer nicht nur “Notleidende” sind, sondern zahlreiche Eigenschaften und Dinge besitzen, die uns fehlen und die wir von ihnen lernen beziehungsweise uns von ihnen schenken lassen können.

Ein Absolvent der Schule verbrachte einige Monate in San Antonio de Lomerío, um dort direkt zu helfen. In seinem Bericht, den er für den Jahresbericht des Vinzentinums nach seiner Rückkehr verfasste, schrieb er: “Ich durfte in eine neue Welt eintauchen, die den Luxus nur vom Hörensagen kennt. Ich durfte eine Realität leben, die für uns kaum vorstellbar ist. Ich habe mich verliebt. Verliebt in die Kinder, die ohne Vorurteile und Misstrauen mich umarmten und an mir hingen; verliebt in die Alten, die einen unaufhörlich und immer wieder zum Tanz aufforderten und mitrissen, wenn man sich mitreißen hat lassen. Und jetzt? Jetzt fällt es mir schwer loszulassen.”